Ingar Solty - »Innere Zeitenwende«

Die Militarisierung von Deutschlands Gesellschaft und Alltagskultur

In einer im Frühjahr 2026 erschienenen Flugschrift hat Ingar Solty kurz und anschaulich das ganze Ausmaß dessen beschrieben, was wir seit der im Februar 2022 vom damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) proklamierten „Zeitenwende“ täglich erleben: die Umstellung auf »Kriegswirtschaft«. Die Innere Zeitenwende bindet gesellschaftliche Ressourcen. Infrastruktur-Ausgaben werden dem Ziel „Kriegstüchtigkeit“ untergeordnet, z.B. auch Bahn und Autobahnbrücken. Mit der Militarisierung des Alltags werden Krankenhäuser, Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk systematisch auf Krieg vorbereitet. Hochschulen sollen mit Bundeswehr und Rüstungskonzernen kooperieren. Die Krise der Autoindustrie wird genutzt, um Autofabriken in Rüstungsbetriebe zu verwandeln.
Die Bundeswehr lässt nicht nur Kinder und Jugendliche auf Panzern herumklettern, sondern macht sie auch in Schulen früh mit Militärischem vertraut. Private und öffentlich-rechtliche Medien unterstützen diese Entwicklung. Solty geht der Frage nach, ob in Deutschland ein so mächtiger militärisch-industrieller Komplex wie in den USA entsteht. Seine Sorge ist, dass die Innere Zeitenwende Geister hervorruft, die Deutschland nicht mehr los wird.

Ingar Solty ist Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik am »Zentrum für Gesellschaftsanalyse und politische Bildung« der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin.

In Kooperation mit: Kulturzentrum franz.K, Reutlinger Initiative für Frieden und Abrüstung (RIFA), Rosa-Luxemburg-Stiftung BW und Nepomuk Kulturverein.
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Termine & Ort

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Datum

19.10.2026

Uhrzeit

19:00 - 21:00 Uhr

Ort

Unter den Linden 23, Reutlingen, Kulturzentrum franz.K

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